24 01 2012

Anforderungen an Ansteuerübertrager

Zusätzlich zu Impulsdauer und – amplitude sind an die Ansteuerübertrager noch weitere Forderungen zu stellen.Zusätzlich zu Impulsdauer und – amplitude sind an die Ansteuerübertrager noch weitere Forderungen zu stellen.

Vor allem in Brückenschaltungen sind die Kathodenpotentiale der einzelnen Thyristoren nicht nur unterschiedlich, sondern sie ändern sich sprunghaft im Takt der Betriebsfrequenz. Durch die Wicklungskapazitäten CP der Übertrager entstehen dabei Umladeströme, die über die Steuerstromkreise der Thyristoren fließen und diese zur Unzeit zünden können. Das ist vor allem im Wechselrichterbetrieb gefährlich. Um dies zu vermeiden, müssen Ansteuerübertrager sehr kapazitätsarm aufgebaut sein und eine doppelte Schirmung benutzen. Ein Schirm wird mit dem Massepotential der Ansteuereinrichtung, der andere mit dem Kathodenanschluss des Thyristors verbunden (siehe Abbildung).

Brückenschaltung

Weiterhin müssen die Impulsübertrager eine zur betriebsmäßigen Einsatzspannung entsprechende Isolationsspannung besitzen. Für 400 V-Netze sind 2,5 kV und für 690 V-Netze sind 4 kV üblich (siehe EN50178).

Aus der Isolationsspannung ergeben sich für die Übertrager Mindestanforderungen für die Luft- und Kriechstrecken (IEC 60664) zwischen den Anschlüssen. Pegelanpassungen zwischen Primär- und Sekundärseite können über das Windungsverhältnisse vorgenommen werden. Gebräuchliche Verhältnisse sind 2:1 oder 3:1.

Ansteuerübertrager müssen nicht nur für hohe Isolationsspannung ausgelegt werden, sondern auch störfest gegen schnelle Spannungsänderungen sein.

Kommentare

BjS
25.01.2012
um13:56:28 Uhr

Interessanter und wertvoller Artikel. Man lernt nie aus!