Das Zwischenglied zwischen der Steuer- oder Regelelektronik eines Stromrichters und den Thyristoren ist die Ansteuereinrichtung, die auch als Treiberschaltung bezeichnet wird.
Die Aufgabe der Ansteuereinrichtung ist es, geeignete Stromimpulse zu erzeugen, um die Thyristoren anzusteuern. Die Frequenz, Phasenlage und Reihenfolge der Stromimpulse werden durch die von der Steuer- oder Regelelektronik gelieferten Signale beeinflusst.
Da die Thyristoren einer Stromrichterschaltung in der Regel auf unterschiedlichen Potentialen mit Differenzen von mehreren hundert Volt liegen, müssen die Ausgänge der Ansteuereinrichtung meist voneinander hoch isoliert sein. Man erreicht das durch kleine Ansteuerübertrager.
Eine Prinzipschaltung mit Übertrager wird in folgender Grafik abgebildet:

Wichtig ist es, positive Zündimpulse auszuschließen während der Thyristor in Sperrrichtung gepolt ist. Dabei ist das Kathodenpotential positiver als das Anodenpotential. Solche Zündimpulse erhöhen den Sperrstrom iR und damit auch die Sperrverluste im Thyristor, was zur Überhitzung des Bauelements führen kann.
Für die Ansteuerung von Thyristoren müssen geeignete Stromimpulse erzeugt werden. Sind mehrere Thyristoren zu einer Schaltung zusammengefügt, muss die Impulsübertragung isoliert erfolgen.