Die minimale Impulslänge beträgt für die meisten Thyristoren 10 μs. Gleichrichter mit Gegenspannung und Wechselstromsteller mit induktiver Last können jedoch erst sicher zünden, wenn die Spannung über den Thyristoren positiv ist. Um dies sicher zu stellen, sind lange Ansteuerimpulse nötig.
Eine lange Impulsdauer bedeutet für den Ansteuerübertrager größere Spannungs-Zeit-Fläche, d.h. eine größere (und teurere) Bauform. Die Impulslänge des nutzbaren Ansteuersignals wird durch die Hauptinduktivität des Übertragers bestimmt. Die Hauptinduktivität des Übertragers wird von der Permeabilität des Kernmaterials bestimmt und ist temperaturabhängig. Üblich ist auch die Angabe einer Spannungs-Zeitfläche Vdt [μVs] aus der ebenfalls die maximale Pulslänge berechnet werden kann.
Ansteuerimpulse > 1 ms sind praktisch kaum realisierbar. Aus diesen Gründen wählt man gern in solchen Fällen anstelle eines einzigen langen Impulses eine Kette von kurzen Impulsen (Frequenz 5…10 kHz). Falls die Lücken zwischen den Impulsen stören, kann man eine zweite Impulskette so überlagern, dass sich ein lückenloser Langimpuls ergibt. In jedem Falle braucht der Übertrager nur für die kurze Dauer eines Impulses der Kette (bei 7 kHz z.B. etwa 70 μs) bemessen zu werden.Die abgebildete Grafik zeigt einige Endstufen-SchaItungen von Ansteuereinrichtungen mit den zugehörigen Impulsformen.

Es wird stets zwischen Übertrager und Thyristor eine Diode eingeschaltet. Diese soll durch Umschwingvorgänge erzeugte negative Ansteuerimpulse unterdrücken, die der Thyristor nicht verträgt
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